iThemba: Zeitzeuge Fritz Pawelzik berichtet

iThemba: Der Zeitzeuge Fritz Pawelzik erzählt aus seinem bewegten Leben

Am Donnerstag, den 22. Oktober kam Herr Pawelzik zu uns an die Michael-Beheim-Schule in die Klasse 9b.
Zwei Stunden lang erzählte uns Herr Pawelzik (er ist im Jahr 1927 geboren) seine spannende Lebensgeschichte.
Wegen seiner politischen Ansichten hatten die Nationalsozialisten den Vater von Fritz Pawelzik eingesperrt. Trotzdem wurde Fritz in der Hitler-Jugend ein begeisterter Hitler-Anhänger: Er wollte dazugehören. Die Kameradschaft gefällt ihm. 1943 wird er mit 16 Jahren zum Jagdflieger ausgebildet, kämpft später an der Ostfront und in den letzten Tagen des Krieges sogar in der Schlacht um Berlin. Sein eigenes Überleben bedeutet das Töten anderer.
In russischer Gefangenschaft wird ihm der ganze Wahnsinn des Nazi-Regimes bewusst, an das er jahrelang bedingungslos geglaubt hatte. Ihm wurde deutlich, wie viel Leid den Menschen zugefügt worden war.
Mit 19 Jahren sucht Fritz eine neue Orientierung in seinem Leben, im Christentum findet er Vergebung und einen neuen Sinn. „Ich bin immer für Jesus und Schalke“, lächelt er verschmitzt. Als Missionar lebte er viele Jahre in Afrika, heute noch ist er Häuptling eines Ashanti-Stammes in Ghana. Regelmäßig fliegt er nach Afrika, um seinen Stamm mit Rat und Tat zu unterstützen.  
Das war für uns ein absolut interessanter und spannender Nachmittag.   Vielen Dank!
 
Susanne Weis